„Es gibt keine Tyranneien, die nicht versuchen, die Kunst einzuschränken, weil sie die Macht der Kunst sehen. Kunst kann der Welt Dinge sagen, die sonst nicht geteilt werden können. Kunst vermittelt Gefühle.“

- Volodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine

The Primacy of the Everyday

Sasnal  wilhelm  sea mine ii  2002 (c)image: M HKA
Sea Mines II, 2002
, 32.2 x 30 cm
oil, canvas

Wie bei vielen anderen halb figurativen, halb abstrakten Gemälden von Wilhelm Sasnal ist es auch hier fast unmöglich, auf den ersten Blick zu sagen, worum es in diesem Bild geht. Der Titel des Bildes verdeutlicht, dass sich vor dem Betrachter Seeminen befinden. Die Fläche, auf der sich die Objekte befinden, erinnert an eine bedingte und vereinfachte Landkarte oder einen Globus. Der Schatten der rechten Mine verrät, dass sich dahinter eine Mauer befindet. Sasnal fand diese Minen als scheinbar überholte Artefakte in einem kleinen Museum an der polnischen Küste.
In seinen Arbeiten vermischt Sasnal oft Elemente aus der Realität mit Bildern, die dem Unterbewusstsein entsprungen sein könnten. In diesen Tagen werden die militärischen Objekte, die in der Vorstellung als ferne Ängste vor Tod und Verlust verdrängt wurden, wieder erschreckend real und unmittelbar. Die Geschichte verfolgt uns.